Musik in der Pforte | Heimat lernen II
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Heimat lernen II

Donnerstag, 30. März 2017, 19 Uhr, Pförtnerhaus
Freitag, 31. März 2017, 20 Uhr,  Pförtnerhaus
Samstag, 1. April 2017, 17 Uhr, Frauenmuseum Hittisau

Miriam Helms Ålien Violine, Klaus Christa Viola, Mathias Johansen Violoncello, Francesco Negrini Klarinette, Allen Smith Fagott, Sibylle Mahni Horn, Leon Bosch Kontrabass

Heimatstücke, ausgewählt von den Aufführenden des Abends

Sibylle Mahni: Vitaly Buyanovsky (1928–1993)
aus 4 Improvisations for Horn solo: 1. Scandinavia – Allegro maestoso

Leon Bosch: Dimitri Smirnov (*1948)
(Leon Bosch gewidmet) Duo für Violine und Kontrabass

Francesco Negrini: Gaspare Tirincanti (*1951)
Jazz-Stück für Klarinette Solo „Clarinettologia“

Miriam Helms Ålien: Ole Bull (1810–1880)
„Saeterjentens Sondag“ – „Der Sonntag der Schäferin“ für Solovioline und Ensemble

Mathias Johannsen: György Ligeti (1923–2006)
Solosonate für Violoncello

Klaus Christa: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Divertimento für Streichtrio KV 563 IV. Andante

Allen Smith: Gernot Wolfgang (*1957)
„Impressions“ für Septett

Ludwig van Beethoven (1770–1827)

Septett in Es-Dur op. 20
Adagio – Allegro con brio
Adagio cantabile
Tempo di minuetto
Tema con variazioni. Andante
Scherzo. Allegro molto e vivace
Andante con moto alla marcia –Presto

Ein Südafrikaner in England, ein Alaska-Amerikaner in Vorarlberg, ein Italiener, der in der Schweiz lebt und in Vorarlberg arbeitet, ein Deutsch-Norweger, aufgeteilt zwischen Deutschland und Vorarlberg, eine Nordnorwegerin in München, eine Schweizerin in Deutschland, ein Vorarlberger in Vorarlberg, ein Rheinländer in Wien – die Biografien der acht Musikerinnen und Musiker, die das Eröffnungskonzert der Pforte-Saison 2017 gestalten, zeigen uns: Heimisch-sein heißt in vielen Fällen Heimisch-werden. Das kleine Vorarlberg ist für diesen Prozess geradezu prototypisch, gibt es in Vorarlberg doch kaum Spuren einer autochthonen, von keiner anderen beeinflussten Kultur. Die Grafen von Montfort? Aus Tübingen. Die Habsburger? Aus der Schweiz. Der wirtschaftliche Aufschwung? Ohne Italiener, Türken, Kärntner, Steirer und Oberösterreicher nicht vorstellbar. Das Vorarlbergerische, das ist seit jeher das Werdende. Dazu zählt auch, dass die Nachkommen der einst Zugewanderten vor den neuen Zuwanderern warnen. Bis deren Nachkommen, sich selbst als „Urvorarlberger“ fühlend, damit von vorne beginnen. Nachdem wir uns bei „Heimat lernen I“ im vergangenen Jahr der Frage, wann wir heimisch werden und warum, gewidmet haben, wollen wir nun erforschen, was in uns Heimatgefühle weckt. Dafür haben alle Mitwirkenden ein Musikstück im Gepäck, das für sie ganz persönlich ein Stück Heimat bedeutet. Im zweiten Teil dieses Eröffnungskonzertes brechen wir dann gemeinsam zu einer Reise in die Kaiserstadt auf und genießen das musikalische Heimisch-werden eines Bonners in Wien.

Klaus Christa & Andreas Feuerstein